Nako

Kurzfilm

Nyima Cartier (Regie und Buch)
2016, 17:56 min, Farbe
Frankreich

mit Nelli Tsay und Jonathan Cardonnel

Das junge Paar Nako und Vincent erreicht ein idyllisches Häuschen in der französischen Provinz. Ihre Liebe ist noch taufrisch und gerade an dem Punkt der Beziehung ange- langt, an dem das vorsichtige, erste Abtasten zu Ende geht und die Entscheidung ansteht, ob man das Glück in der gemeinsamen Zukunft sucht. Der Aufenthalt in der Abge-schiedenheit ist hierfür Testlauf und bewusster Schritt.

Gefällige Blicke, eine Atmosphäre des Ver- trauens, das Einlassen auf den Anderen – und doch wird alles über den Haufen gewor- fen durch die ausweichende Antwort nach dem volatilen Glück. Ist er jetzt hier vielleicht nicht glücklich, darf sie es dann schon sein? Über Nacht geschieht Surreales: die Lieben- den driften auseinander, es verschlägt jeden in seine eigene, einsame Dimension. Während ihr Freund im ursprünglichen Raum bleibt, wacht Nako in einer Parallelwelt auf, in der das Dorf menschenleer und Vincent ver- schwunden ist. Kommunizieren können beide nur noch, wenn sie in unterschiedlichen Räu- men sind; und wie in einer Fernbeziehung so üblich, bedarf es der Phantasie, um den Raum zur Nähe zu überbrücken. Der Kurzfilm findet hierfür sehr poetische Bilder. Kann unser banges Liebespaar aber dem Ort entfliehen und die radikale Distanz vergessen, die es immer zwischen Du und Wir geben wird ? Letztlich auch eine universelle Frage ohne einfache Antwort.